46. Ausgabe – Freitag, den 29. Juli 2005 Druckversion aufrufen
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In dieser Ausgabe:

Nach der Wahl ist vor der Wahl Ignorante Wissensgesellschaft Krücken der Evolution
Umgang mit dem Futur
Nur nichts Neues Der lustlose Prophet

Lagebestimmung – Nach der Wahl ist vor der Wahl

Diese Bundestagswahl und ihre Ergebnisse werden die politische Klasse weiter zerreiben. Diese Zermürbung ist nicht aufzuhalten, sie kommt auch von weiterher. In den meisten Staaten Europas geht es ähnlich zu. Die politische Klasse Frankreichs verrottet schon seit zehn Jahren, sie ist noch immer nicht am Ende. Die Politiker-Politik in Italien erscheint den übrigen Europäern unzurechnungsfähig und wird vom eigenen Volk verachtet. Selbst in den Niederlanden ist der Parteienstaat zerrüttet. Das Nein zum Verfassungsvertrag dort und in Frankreich hat gezeigt, dass die Regierungen und die Parteien keine Disziplin halten können und keine Loyalität der kopflosen Wähler / Bürger mehr genießen.
Es ist das Verdienst des amtierenden Bundeskanzlers, dass er diesen Prozess beschleunigt hat, auch wenn es nicht in seiner Absicht lag. Er hat offengelegt, dass es ein gutes Regieren, an das allein noch die FAZ-Wirtschaftsredaktion glaubt, in Deutschland heute nicht möglich ist. Seine Nachfolger werden in Jahresfrist beweisen, dass auch nur ein wenig besseres Regieren außerhalb der Möglichkeiten liegt. Schon deswegen müsste man eine konservative Einparteien-Mehrheitsregierung wünschen. Eine große Koalition mit ihrer Lebenslüge würde den Prozess des Zerfalls nur vorübergehend verschleiern und aufhalten.
Das Regierungspersonal, das aus diesen Wahlen hervorgehen kann, wird noch mittelmäßiger sein als das noch amtierende, das immerhin tüchtige Polit-Techniker enthielt. Deswegen wäre auch der Auftritt der dürftig ausgestatteten Linkspartei kein großer Schaden. Er würde allenfalls demonstrieren, wie schwach die politisch-moralische Ausstattung der gesamten Klasse ist. Die Talente reichen nicht einmal für eine aufregende Bestechlichkeit. Hans Leyendecker überschrieb neulich einen Artikel: “Die Korruption in Deutschland ist so spießig wie das Land.” (Süddeutsche Zeitung, 16. / 17. Juli)
Aus ihrer Zerrüttung, die von ihrer Mittelmäßigkeit genährt wird, ist der politischen Klasse kein Vorwurf zu machen, es lässt sich nicht gegen sie polemisieren. Sie ist ganz vom Fleische der deutschen Mehrheitsmittelklasse, die ihre Blockade nicht auflösen kann und sie daher zu lieben gelernt hat. So geht es den anderen Mehrheitsmittelklassen in Europa auch, Deutschland bietet nur ein besonders kräftiges Muster auf. Es hatte das Glück, sich bei der europäischen Verfassung keine Blöße geben zu müssen. Ein Referendum hierzulande hätte gezeigt, dass die Deutschen für Europa nichts zuwegebringen können, weil sie politisch zu schwachatmig sind, weil auch ihnen keine Alternativen einfallen, sie also zu schwach sind zum politischen Streit. Warum und worin diese Mehrheitsmittelklassen hoffnungslos feststecken, versuchen wir in unserem Hauptaufsatz zu zeigen.

Der jetzt schon beschämende Ausgang dieser Wahl ist kein Grund, an ihr nicht teilzunehmen. In der Demokratie wählt man ohnehin quia absurdum. Wer hofft, nach einem Regierungswechsel besser regiert zu werden, ist schwach belichtet. Wer nicht für eine andere Verfassung mit anderen Zielen kämpft, ist nur feige, wenn er zuhause bleibt.
Also blamieren wir uns sehenden Auges mit dieser Bundestagswahl, ertragen wir den Selbstvorwurf, in jedem Falle falsch zu wählen. Und wünschen wir der nächsten Regierung ein rasches Scheitern.

Ignorante Wissensgesellschaft

Eine Maxime für das Erziehungswesen, die so selbstverständlich ist, dass man sie nicht in einen Codex zu schreiben braucht: Es sollte am Ende seines aktiven Lebens jedermann sich befragen können, ob er Zeitgenosse war, sollte sich selbst in seiner Zeit sehen. Dafür hat die Erziehung das Fundament zu legen. Allzu vielen ist die Chance zu dieser Frage nicht gegönnt. Wer sie sich jedoch stellen kann, hat sicherlich kein misslungenes oder vergebliches Leben geführt.
Die Europäer sind nur etwas wert, können nur auf ihr Überleben hoffen, wenn es ihnen gelingt, sich als Zeitgenossen zu betrachten und zu verhalten. Doch die Aussichten für die Erfüllung des humanistischen Urgebots sind heute verdunkelt, sie verdunkeln sich unter der Globalisierung mit jedem Tag mehr. Daher die Ratlosigkeit, die Depression im Erziehungspersonal weithin. Die Bedingungen, unter denen eine Erziehung zu leisten wäre, sind aus dem Blick geraten. Der Zeithorizont für jedes Individuum, “Ende des aktiven Lebens”, lässt sich ebenso schwer bestimmen wie die Zeitgenossenschaft als eine Tugend. Aber es gibt einige hinlänglich genaue Erwartungen, mit denen die Suche nach Orientierung beginnen kann, ja beginnen muss. (Die Zweimonatsschrift le débat hat dem Thema eine fundierte Ausgabe gewidmet, numéro 132, novembre-décembre 2004)

In welcher Welt wird ein junger Europäer, der um die Jahrhundertmitte aus dem aktiven Leben gleiten wird, sich bewegen und bewähren müssen, sodass er dann von sich sagen kann, er sei ein Zeitgenosse gewesen – und sei es damit weiterhin. Die erste Bedingung, mit der sich eine gelebte Zeitgenossenschaft zurechtfinden muss, ist die rasche Alterung der Gesellschaft, in der man erwachsen und verantwortungsfähig werden muss. Rasche Alterung bedeutet spürbare Verringerung der Lebensgeschwindigkeit für alle. Man muss, damit alle einigermaßen mitkommen, sich langsamer bewegen. Dem widerstrebt die Digitalisierung immer weiterer Tätigkeiten und Lebensvollzüge.
Rasche Alterung bedeutet auch, auf die nächsten fünf Jahrzehnte hinausgesehen, eine starke Vermehrung der Lebensbehinderten, der Kranken, der Schwachen, also von Mitgliedern der Gesellschaft, die sich nicht mehr als Zeitgenossen betrachten lassen und ernstgenommen werden müssen. Nur ein Beispiel: Der Anteil der von Altersdemenz und Alzheimer-Krankheit Geschlagenen nimmt mit der höheren Lebenserwartung schnell und unwiderstehlich zu. Pharmakologische und Verhaltenstherapien von Breitenwirkung stehen für die nächsten zwei Jahrzehnte nicht in Aussicht. In Frankreich beispielsweise, wo heute 855 000 Alte von diesen Demenzen erfasst sind, wächst die Anzahl neuer Fälle jährlich um 225 000, nicht zuletzt aufgrund verbesserter Diagnostik und zunehmender Lebenserwartung (Le Monde, 17.07.2005). Bezieht man die pflegenden Familienangehörigen ein, so sind bereits drei von den sechzig Millionen Franzosen teilweise gelähmt, können also nicht “ganz für voll” genommen und belastet werden. Das ist nur eine von vielen Bürden.
Die Medikalisierung der europäischen Gesellschaften, die jetzt rasch voranschreitet, wird die soziale Behinderung schon dadurch verstärken, dass während der nächsten zwei Jahrzehnte die diagnostischen Fertigkeiten den therapeutischen weiterhin rasch voraneilen werden. Und mögen auch die therapeutischen Fortschritte sich beschleunigen, so können sie doch von einer reaktionsschwachen Alten-Bevölkerung, die nicht mehr durch ihren Arbeits- und Erfolgssinn angetrieben wird, nur unzureichend wahrgenommen und angewendet werden. Durch die Medikalisierung, hinter der ein ökonomischer Zwang steht, mag sich dies auf längere Frist zum Positiven wenden, für die nächsten zwei oder drei Jahrzehnte kann man es nicht erwarten.
Eine alternde, vermehrter Pflege bedürftige Gesellschaft wird Reaktionsschwäche und Antriebsarmut mit sich bringen. Das sind keine guten Bedingungen, um Zeitgenossenschaft zu erwerben, sich zu seiner Zeit in seiner Gesellschaft zu sehen. Jedenfalls sind es schlechtere Bedingungen als die einer Gesellschaft, die sich dynamisch, fortschrittsfreudig und innovationstüchtig versteht, heute freilich nur noch wähnt. Denn diese Formeln der Lust zum Fortschritt, breitgetreten von Wirtschafts- und Politmanagern, sind nur noch hilflose letzte Rufe aus einer Industriegesellschaft, deren Offensivmoral nicht vergehen will, weil es an Kraft dazu fehlt. Aus dieser Hilflosigkeit dann auch die Klage fehlender Konsumneigung, worin fast alles zusammengefasst ist. Ist das schon ein dürftiger Ausweis der herrschenden Angebotsökonomie, so würde doch auch eine Nachfrageökonomie daran kaum etwas verbessern können. In einer geschwächten Wirtschaftsgesellschaft, deren Konsumgier nicht ausreicht, um neue Bedürfnisse auszudrücken, versagt offensichtlich auch die Angebotsphantasie der Unternehmer. Der Markt insgesamt wird dümmer, und dümmer wird auch der Staat. Der nun fast vergangene Wohlfahrtsstaat war jedenfalls klüger als der kupierte Staat von heute, den die Liberalisierung übrig gelassen hat. So ist es auch nicht mehr möglich, als Bürger, der Zeitgenosse sein will, dem Staat gegenüberzutreten. (Nicht von ungefähr ist das Universitäts- und Ausbildungsfach der Politischen Wissenschaft bis zur Unkenntlichkeit verblasst.)
Die sozialökonomische Antriebsschwäche, die von den Fachökonomen und den Wirtschaftspolitikern begriffslos bejammert wird, wird verstärkt durch den zunehmenden Verlust an Lebenserfahrung, die in der alten Industriegesellschaft vor allem durch die berufliche Arbeit gewonnen werden konnte. Auch aus diesem Verlust kommt der Mangel an Konsumfreude, der die Westeuropäer plagt. Erfahrung, im Beruf, in der Lebenspraxis errungen, lässt Ansprüche wachsen. Denn der possesive Individualist gewinnt damit einen Horizont der Erwartungen, die er ausfüllen kann. Welterfahrung treibt. Für einen zunehmenden Anteil der westeuropäischen Bevölkerungen, nicht nur die Arbeitslosen, lohnt es nicht, Ansprüche auszubilden, wenn diese nur mit banalen Gebrauchsgütern und sinnloser Kommunikation erfüllt werden können. Somit verlischt die Neigung zu einer Erziehung, die den Zeitgenossen, den aktiven Menschen in seiner Zeit, formen und fordern soll. Das Zerrbild auf der anderen Seite: Es wird immer mehr Altersgebrechliche geben, die ihre dementen achtzigjährigen Eltern pflegen müssen.
Die Medikalisierung, wichtige ökonomische Antriebsquelle, verspricht in einem tieferen Zeithorizont, viele dieser Sozialdefekte zu beheben oder zu mildern. In den nächsten zwei Jahrzehnten jedoch wird sie die Zermürbung der alten europäischen Industriegesellschaften vorantreiben. Der biomedizinische Fortschritt ist zu schnell für die Individuen und ihre veralteten Institutionen geworden. Dieser Fortschritt ist auf die Erwartung von Konditionen des Lebens gesetzt, in denen jeder “seines Glückes Schmied” sein kann – wenn er klug und diszipliniert dazu ist.
Dafür zu sorgen, war einmal hohe Aufgabe des Staates, durch Gesetz und Regelsetzung, durch Erziehung. Doch er hat die Marktkräfte, einschließlich die Gewerkschaften, gegen sich, die auf jedes Prozent Konsumwachstum angewiesen sind, ebenfalls aus Einfallslosigkeit. Ob sie wollen oder nicht, sie verhindern die Ausbreitung einer Konsumdisziplin, wie sie der Staat wünschen müsste. Der Staat aber kann nicht vorbeugend Konsumententugenden fördern, er kann höchstens für eine bestimmte Zeit verbieten oder subventionieren, also eine unproduktive Haltung einnehmen. Dies wäre, nach der biopolitischen, die zweite Sphäre, die vor sich sehen muss, wer Zeitgenosse sein will. Erziehung soll ihn darauf vorbereiten. Was der Markt ist, muss jeder an sich begreifen können, im schmerzhaften wie im affirmativen Sinne. Und der Markt ist mit den biologischen Entscheidungen jeden Tages verwoben.
Die dritte Lebenssphäre, in der sich der europäische Lebenslehrling bewähren muss, lässt sich noch schwerer bestimmen als die beiden ersten – und ist doch unvermeidbar, man kann sie allenfalls leugnen, kann man ihr aber nicht entgehen. Es ist die Sphäre der Gewalt, der organisierten, permanenten, im Innern der Gesellschaften, und die ordnungslose, unberechenbare, die immer wieder von außen einbricht. Die erstere hat sich von den Europäern in den vergangenen sechzig Jahren rationalisieren und dämpfen lassen, im Recht, aber auch vom Markt, mit seinen geregelten Kampfordnungen in der Konkurrenz darum, wer welche Güter produzieren und konsumieren darf.

Dazu verhalf nicht zuletzt die übernationale Abschreckungsdisziplin durch Selbstmorddrohung auf Gegenseitigkeit – eine Gewaltherrschaft, die längst wieder vergessen ist, wenn sie denn überhaupt ins Bewusstsein der Völker gedrungen war. Auch die heutigen Politiker wissen nichts mehr davon. Unter dem Dach der “organisierten Friedlosigkeit” durfte sich eine demokratische Friedlichkeit in Handel und Wandel ausbreiten, die für die Europäer nach einem Jahrhundert des Weltbürgerkriegs unerhört war. Nur einmal, in der Folge der entgleisten Jugendproteste in den siebziger Jahren, flammte Gewalt auf, die aus dem Innern der wohlfahrtsstaatlichen Gesellschaften kam. Als “irrationale” Ordnungsstörung konnte sie bald wieder vergessen werden.
Die Staatsgewalt als eine ordnende Ruhigstellung der stets lauernden Bürgerrebellion ist in den meisten europäischen Ländern, nachdem die letzten faschistoiden oder sowjetisierenden Regimes verschwunden sind, kein öffentliches Thema mehr. Selbst der ETA-Terror und der Halb-Bürgerkrieg in Ulster konnten nicht zu Konfliktstoffen geraten, in denen sich tiefer Bürgerzwist hätte entfalten können. Auch die deutsche RAF und die gleichzeitigen anarchistischen Zuckungen in Italien blieben marginale Irredenta und konnten mit den üblichen Polizeimitteln niedergehalten werden. Die beiden jüngsten Generationen der Europäer wissen, auch wenn einige sich auf die Geleise der Atomzüge geworfen hatten, nichts mehr vom Staat und seinen Gewaltmitteln.
Dass dieses friedliche Markteuropa, das sich vom Terror fanatisierter Orientalen nur vorübergehend aufstören lässt, ein weiteres Halbjahrhundert der Friedlichkeit erwarten darf, ist nicht wahrscheinlich. Zu viele Entwicklungswege, die Aggressitivität nähren, werden in den nächsten Jahren zusammentreffen und sich zum Gewaltpotential massieren. Unabänderlich vor allem die Konzentration der Vermögen und der Einkommen und damit die Vermachtung aller Märkte. Was vor fünfundzwanzig Jahren noch als die sich immer weiter öffnende Schere der Geldeinkommen betrachtet werden konnte, ist nunmehr keine Schere mehr. Ein Ende der Spaltung ist nicht abzusehen. Sie scheint ein allgemein herrschendes Gesetz, Schicksal der Globalisierung zu sein. Nahezu alle Reformversuche in nahezu allen Ländern, diese Drift aufzuhalten, haben sie nur vertieft: in den USA sowieso, in Frankreich, in Großbritannien, in Italien etc. In Deutschland, wo das Hartz-Programm, ob es gelingt oder nicht, nur diesen Effekt haben kann, wird man die Vertiefung der Spaltung demnächst bilanzieren. Kann sich das noch weitere zwei Jahrzehnte fortsetzen?
Diese kontraproduktive Marktvermachtung hat viele weitere Schwächungen im Gefolge: Die anhaltende Jugendarbeitslosigkeit, der Verfall der sozialen Sicherungssysteme, also der Renten- und Krankenversicherungssäulen, der zunehmende Konflikt zwischen den bisher sozialstaatlich integrierten Leistungsgenerationen und Leistungsgruppen, die erneute Privilegierung von Bildungskapital ... Zu schweigen von den bisher nicht wahrnehmbaren Ungleichheiten in der Folge der Medikalisierung.
Die friedensverwöhnten Europäer konnten während der letzten Jahrzehnte diese anwachsenden Bedrohungen als notwendige Konsequenzen von Fortschritt und Wachstum betrachten, ihre Eliten haben auch daran geglaubt. Nun sind die ordnungshaltenden Kräfte der Staaten erschöpft. Zugleich dementiert die legitime Erhaltungslüge des Staates sich selbst, die Lüge des ewigen Wachstumsversprechens. Mit dieser Lüge ist immer auch Gewalt gebannt worden. Kanzler Schröder wird vermutlich ein Opfer dieser Selbsttäuschung sein, ebenso wie seine Nachfolger und viele seiner Kollegen.
In den siebziger Jahren war im akademischen Politjargon das Wort von der strukturellen Gewalt aufgekommen. Es erwies sich bald als zu blutarm, wurde zerrieben zwischen dem RAF-Anarchismus und dem neuen Reformsozialdemokratismus. Analytisch scharf wie bei Michel Foucault konnte der Begriff nie werden. Nun blüht der offenen, der manifesten Gewalt eine neue Aktualität. Die fürs politische Auge aufgelöste Gewaltstruktur könnte sich demnächst ballen, es könnte sich wieder einmal die Wirklichkeit zum Gedanken drängen. Wer Zeitgenosse sein, als Zeitgenosse handeln will, kann für die nächsten Jahre klarer sehen. Die Lage normalisiert sich.

Krücken der Evolution

Instability of family life, the estrangement of the generations, and the shallowness of human communication are more prevalent and cumulatively more serious diseases than violent crimes, and must be given equal account in any effort to define the “good man”, or in any lament of human deterioration ... Will not boredom be the most pernicious disease, and a zest of life without the compulsion of labor the rare essential for the species?

Stammten diese Behauptungen von einem literarischen Kulturkritiker, könnte man sie mit halber Zustimmung wegstecken. Irgendwie hat der Autor ja Recht. Vor allem die Flachheit der Kommunikation kann man heute als eine Pathologie sehen, die als ein sozialer Schaden sogar das Gewaltverbrechen überbietet. Wenn man die Wahrnehmung des gegenwärtigen Terrors durch die Massenmedien betrachtet, kann man über die Oberflächlichkeit dieser Gesellschaft nur erschrecken. Und man muss argwöhnen, dass sie noch viel Ärgeres hinnimmt, ohne aus ihrer Langeweile und ihrer Langweiligkeit gerissen zu werden. Aber wenn das hier auf ganz originelle Weise gesagt wird, allzu neu ist das nicht.
Interessanter werden diese Sätze in ihrem Zusammenhang mit dem Essay, der sie umgibt. Vor fast vierzig Jahren wurde er geschrieben: Experimental Genetics und Human Evolution von Joshua Lederberg im Bulletin of the Atomic Scientists, October 1966. Bei dieser Gelegenheit eine Erinnerung an die jahrzehntelang bedeutendste Monatszeitschrift in der amerikanischen Diskussion über Nuklearstrategie, Rüstungspolitik und Rüstungskontrolle, Friedensordnungen und Programme der wissenschaftlich-technischen Zukunft. Gegründet von Wissenschaftlern im Umkreis des Manhattan-Projekts, also Kernphysikern, Chemikern, Forschungspolitikern etc., versammelte das Bulletin viele erlauchte Namen aus den Leitwissenschaften, darunter Bethe, Einstein, Oppenheimer, Inglis, Wiesner, Franck, Compton, Teller, Weisskopf, Muller – und damit viele Nobelpreisträger. Aufgeklärt kritisch gegenüber der atomaren Drohpolitik der damaligen Regierungen in Washington, war das BAS mit seiner überragenden Kompetenz auch ein moralisches Schwergewicht. In der Bonner Republik, die sich während des Kalten Krieges ganz in der Hallstein-Doktrin gefesselt hatte, wurde das BAS nicht zur Kenntnis genommen. Wenn es hoch kommt, wurde es von hundert oder zweihundert engagierten Naturwissenschaftlern und Politologen gelesen. Helmut Schmidt dürfte der einzige lebende Politiker sein, der damit vertraut war, dazu auch Egon Bahr.
Joshua Lederberg, Genetiker und Molekularmediziner, bekam 1958 den Nobelpreis für seine Forschungen über den Austausch von Genen in Bakterien und die gezielte Veränderung von Erbmasse. Er war damals bereits nahe an den Techniken, die einige Jahrzehnte später zum Klonschaf Dolly führen sollten. Lederberg galt zusammen mit J. B. S. Haldane, Julian Huxley und H. J. Muller als ein unbeirrbarer Verfechter einer positiven Eugenik aus humanitärer Absicht. Sozialwissenschaftlich und politisch naiv, wie diese eminenten Forscher waren, eiferten sie in der Mehrzahl doch nicht einer Rassenzüchtung im Sinne des NS nach. Sie waren vor allem erschreckt durch den sozialen Verfall, der sich nach dem großen Krieg in der Hässlichkeit und der Borniertheit ihrer Zeitgenossen zeigte. Sie sahen den Fortgang der Evolution nach darwinschem Gesetz gefährdet durch eine rücksichtslose Zivilisation, die eine Auslese der Minderwertigen und Untalentierten besorgte. In der Denaturalisierung durch die Kultur sahen sie eine Entstellung der Evolution und damit ihres Fortschrittsglaubens und ihrer Fortschrittsmoral. Dem suchten sie mit wissenschaftlich-technischen Mitteln, voran der Gentechnik, entgegenzuwirken. Damit wiesen sie sich eine höhere Moral zu als ihre Nachfolger, die Dolly-Züchter, es taten, die ihr wissenschaftliches Interesse vor allem mit Therapie-Versprechen und ökonomischem Nutzen begründen, aber das Heil der Menschheit nicht weiter bedenken.
Joshua Lederberg war sich der Zweideutigkeit der Eugenik bewusst und war auch nicht unsensibel gegenüber den Einwänden, die aus den Erfahrungen der dreißiger und der vierziger Jahre kamen. So suchte er vor allem nach möglichen Verbesserungen am Phänotyp, die in freier Entscheidung des Individuums standen – in der Erwartung, dass sich die Therapien an adulten Zellen zu einer Verbesserung der Gattung summieren würden. Er stellte neben die Eugenik eine Forschungs- und Therapiestrategie, die er euphenics nannte, “... which means all the alleviation of genotypic maladjustment that could be brought about by treatment of the affected individual, more efficiously, earlier in his development.” Das alles geht, wie man heute weiß, viel langsamer voran als Lederberg und seine Kollegen es sich erhofft hatten. Zwar bringen Organaustausch und eine erfindungsreiche Prothetik vielerlei von jenen Erleichterung, aber die Gentherapie und damit das Kernstück einer guten Korrektur der schlechten Korrektur am Wege der Evolution steht noch in einiger Ferne.

Der eigentliche Grund, aus dem an diese Konstellation erinnert wird, ist der ideologiepolitische Pfad der Aufklärung, der hier eingeschlagen wurde. Darauf weist Henri Atlan in seinem Buch L'utérus artificiel hin (siehe Es ist bald so weit – Ektogenese in unserer 45. Ausgabe). Lederberg hatte in seinem BAS-Aufsatz vorausgesagt, das reproduktive Klonen warte gewissermaßen, dass sich die Ektogenese als eine sozial legitimierte Methode durchsetzen werde, damit es in ihrem Gefolge mit geringerem Widerstand zu kämpfen habe. Es handelt sich ja, wie Atlan feststellt, um zwei unterschiedliche Methoden der “Denaturalisierung” der Fortpflanzung durch eine Abkopplung von der Sexualität. Damit geht es um unterschiedliche Schwellen des Vorurteils und der Beängstigung, die zu überwinden wären, zum gleichen Ziel. Wie das zugehen könnte, ist auch heute offen und mancherlei Spekulation zugänglich.
Gleichviel, wie eine solche friedliche Konkurrenz um den schnelleren Erfolgsweg aussehen könnte, es stellt sich hier ein neues Thema für Planung und Ideologie des Fortschritts. In jedem Fall bleibt die feste Annahme, dass sich eine artifiziell-technische Form der Fortpflanzung über kurz oder lang durch setzen wird. Dafür spricht vor allem der verbreitete Kinderwunsch steriler Männer und Frauen, die legitime Heilung erwarten dürfen. Zu erinnern ist dabei an die Durchsetzung der In-vitro-Fertilisation vor rund einem Vierteljahrhundert. Lange mit Skrupel beäugt, gewann sie nach plötzlichen Erfolgen in England und in Frankreich schnell eine Zustimmung durch eine Nachfrage-Klientel, hinter die sich sogleich eine IvF-Industrie stellen konnte. Diese ist ohnehin Voraussetzung für Meinungsgewinne sowohl für die Ektogenese wie das reproduktive Klonen. Sogenannte “ethische” Barrieren fallen schnell, wenn sich auf Nebenwegen Fortschritte einstellen, die zu gleichen Zielen führen. Daran können auch Gesetze, wie sie in den meisten Ländern gegen die Ektogenese ebenso wie gegen das reproduktive Klonen gegeben sind, nur vorübergehende Korrekturen errichten. Der Preis ist, da der lang hinhaltende Widerstand eines Tages doch zusammenbricht, allzu hoch. Ob und wie die politischen Strategien umzukehren wären, soll das nächste Thema sein.

Aus dem Tagebuch – Werkstatt-Texte – Miszellen

Umgang mit dem Futur

Wer auf die Zukunft begierig ist, sie “wissen will”, wird aus dem Volke nur wenige mitreißen können. Für die meisten ist es zu anstrengend, die denkbare Zukunft zu bedenken. Sie schrecken vor dem Wissbaren zurück, weil es zweideutig ist – und deswegen gedeutet werden muss. Um das Wissbare zu deuten, muss man sich eine Utopie machen. Von Utopie aber wollen die Leute heute erst recht nichts wissen. Sie wollen nicht einsehen, dass die Utopie notwendiges Mittel zum Zweck ist. Denn sie haben keine Lust, mithilfe der Utopie die gegebenen Umstände zu kritisieren, und sich selbst für ihre Feigheit kritisieren zu lassen. Für den immer ängstlichen Spießer ist Utopie eine Beleidigung. Darin wird er von den Scharen der journalistischen Intelligenz unterstützt, die schon seit zwanzig Jahren ständig wiederholen: Die Zeit der Utopien ist vorbei.
Das Publikum macht sich jedoch nichts daraus, kopfnickend den Politikern zuzuhören, die ja permanent “Zukunft, unsere Zukunft” rufen. Man darf sicher sein, dass sie damit nur festgetretene Gegenwart meinen. Ihnen ist Zukunft die Immunisierung gegen die Kenntnis der gegenwärtigen Zeit. Die Utopie dagegen hat immer den möglichen Absturz im Auge, deswegen wird sie das Apokalyptische meiden. Denn wer Apokalyptisches, das ja jeder moderne Mensch in sich trägt, bestätigen will, kann sich für das Künftige nicht ernsthaft interessieren. Der Normalbürger fürchtet die Kunstfähigkeit zur Utopie. Er fürchtet nämlich die realistische Lebenshaltung, die aus Selbsterhaltungstrieb nach Utopien verlangt. Diese aber muss man sich selber machen.
Wer auf Wissen von der Zukunft neugierig ist, wird sich nicht davon beirren lassen, dass das Volk und die Politiker es vorziehen, unwissend ihrem Untergang entgegenzugehen. Er will, wenn schon Unter- oder Niedergang angesagt ist, lieber sehend daran beteiligt sein. Damit rettet er zwar nichts, aber er hält wenigstens einen Fetzen der Ehre des Menschengeschlechts hoch.

Nur nichts Neues

Wenn ältere Leute etwas Bemerkenswertes aus ihrem Leben oder aus ihrer Lebenszeit zu berichten haben, gebrauchen sie dafür gerne die Anekdote. Damit fängt schon ihre Unglaubwürdigkeit an. Verkürzung und Pointierung lassen vermuten, dass sie ihre Geschichte gar nicht gelebt haben. Die Anekdote will gewohnte, eingeübte Reflexe reizen, sie verhüllt das Neue. Was wahrhaft aufregend im Leben ist, lässt sich schwerlich in die Anekdote bringen. Nicht von ungefähr weigern sich zu allen Zeiten “Kriegsteilnehmer”, über ihre Teilnahme zu erzählen. Sie waren im Krieg gewesen, das macht schamhaft.
Leuten, die voll der Anekdoten sind, sollte man misstrauen, es sei denn, sie wollen als ausgemachte Lügenbeutel nur die Leute amüsieren. Da weiß man, woran man ist, man soll nur die Kunst bewundern, aber nichts glauben. Dass so viele Menschen ihr Leben nur in Anekdoten fassen können, macht die eine Zeitlang sehr beliebte oral history fragwürdig. Diese wurde vor allem von naiven Identitätssuchern geschätzt, die gerne zu den Graswurzeln gehen. Die Journalisten andererseits, zur Oberfläche verdammt, verlangen nach der Anekdote, weil sie Originalität und Geistesgegenwart ihrer Interviewpartner vortäuscht, also das, was Medienmenschen gerne hätten. Ohne diese Vortäuschung könnten die Zeitungen gar nicht leben.
In der Anekdote kommen die meisten gut, wenigstens mit dem Leben davon. In der Wirklichkeit ist das unwahrscheinlich. Wer ganz in seiner Geschichte steckt, müsste das helle Grauen bekommen. Gelänge es ihm, das Grauen in eine witzige Form zu bringen, liefen die Leute gleich davon. Sie nennen dann den Witzigen einen Zyniker.

Im Wal: der lustlose Prophet

Über nötige Vorsicht im Umgang mit apokalyptischen Prophezeiungen lässt sich einiges aus der biblischen Fabel von Jonas lernen. Jonas, der zu den kleinen Propheten gezählt wird, machte sich auf fatale Weise zu klein. Als der Herr ihn aufforderte, seinen Fluch auf die lasterhafte Stadt Ninive zu schleudern, flüchtete er und machte sich zu Schiff davon, von Jaffa nach Tarsis am westlichen Ende der Welt. Er hatte, wie sich hinterher herausstellen sollte, zurecht vermutet, dass es sich um eine schlechte Laune des Herrn handle, die man besser nicht allzu wörtlich nehmen sollte. Doch auf der Überfahrt ließ der Herr einen furchtbaren Sturm aufkommen, die Besatzung bangte um ihr Leben, während Jonas unter Deck arglos schlief. Gefragt, ob er vielleicht schuld sei am Zorn Gottes, bekannte er dies freimütig und ließ sich widerstandslos über Bord werfen. Das Meer beruhigte sich denn auch gleich. Jonas wurde vom Wal verschlungen, in dessen Bauch er drei Tage und Nächte schöne Gebete sprach: “Meine Gelübde will ich erfüllen dem Herrn, der mir geholfen hat.” Jehova ließ Jonas vom Wal ausspucken und wiederholte seinen Auftrag. Noch vierzig Tage sollten Ninive gegeben sein. Da geschah das Unerwartete. Kaum war Jonas in der Stadt, da taten König und Volk Buße und gelobten Umkehr. Der Herr setzte die Strafe aus, ihn “reute das Übel, das er ihnen angekündigt hatte, und tat's nicht.” “Das verdross Jonas sehr, und er war zornig.” Dafür hat Arthur Koestler Verständnis (Der göttliche Funke, Bern und München, 1966). “Für diesen ganz gewöhnlichen Mann” war der Auftrag Gottes “immerhin eine beträchtliche Zumutung, denn Jonas war von Beruf weder Priester noch Prophet. Man kann deshalb verstehen, dass er es vorzog, sein banales, zufriedenes Leben weiterzuführen.” Er reagierte nicht auf den “Ruf des Tragischen.” Und eben darin lag seine Schuld, die zur Krise führte, “zur Nachtreise im Bauch des Wales, im Bauch der Hölle”. Die Theologen sehen in der Legende eine Vorausschau auf Christi Höllenfahrt vor der endgültigen Auffahrt in den Himmel. Koestler dagegen psychologisiert die Frustration des Propheten, der umsonst gearbeitet hat und dem der achselzuckende Gott dann gleichermaßen sagt: “Vergiss es, es war nur so eine Idee von mir” ... “und mich sollte nicht jammern eine so große Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht wissen, was rechts oder links ist, dazu auch viele Tiere?”
Das ist die Nebengeschichte: Als Prophet solltest Du Dich freuen, wenn die von Dir Gewarnten der Erfüllung zuvorkommen und Dich gewissermaßen blamieren, auch wenn Du dabei Beruf und Status verlierst. In der Futurologie war das freilich die große Ausnahme. Als Regel gilt nach wie vor: Je umfassender eine Vorausschau ist – im Griechischen nennt man das Theoria, im Gegensatz zur Praxis – , desto sicherer kann man sein, dass sie nicht akzeptiert, weil nicht begriffen werden kann. Jonas hatte Recht, wenn er sich drücken wollte, weil er sich vom Herrn missbraucht fühlte. Der Wüstengott macht denn auch in der Geschichte nicht die beste Figur.

Ein Brief

Heiliger Vater,

Sie in nachfolgender Sache mit einem Offenen Brief anzusprechen, ist gewiss eine Verletzung der Distanz, die zu Ihrem Amt geboten ist. Diese Verletzung, die hoffentlich eine lässliche ist, ergibt sich aus der Angelegenheit selbst. Indem Sie als private Person in privater Kleidung öffentlich aufgetreten sind, haben Sie sich auch zur öffentlichen Person gemacht. Sie trugen, wenn auch würdig gemäßigt, Freizeitkleidung. Damit aber kennzeichneten Sie Ihr Amtshabit, das uns alle erfreut, als Berufskleidung. Für den Papst gibt es keine Freizeit. Und das Oberhaupt der Kirche kann sich nicht mit einer Baseball-Mütze bedecken, die noch die klügste Stirn entstellt.

Auch Sie, so darf man annehmen, waren zusammen mit vielen Gläubigen leicht erschrocken über die Welle der Massenemotionen, die anlässlich Ihrer Amtseinführung und bei den Beisetzungsfeiern für Ihren Vorgänger über sie hereinschlug. Allzuviel daran war Verehrungsbedürfnis als solches, das sich ziellos an die Persönlichkeit und ihre Autorität heften konnte. Diese Massen vertreten kaum den Glauben an die unam sanctam catholicam et apostolicam ecclesiam, den uns das Credo vorschreibt. Sie suchten mehr das Bild der Persönlichkeit als das schwer begreifliche Zeichen des Kreuzes. Sie, Heiliger Vater, sind als Erster Bischof Person in Fleisch und Bein, Sie sind aber mehr noch ein Zeichen des Glaubens, einer Entrücktheit.

Ich erlaube mir, eine Vermutung anzufügen, die Ihnen nicht zu nahe treten kann. Als Sie den Namen des Heiligen Benedikt annahmen, waren Ihnen gewiss die vielen Versuchungen und die immer wieder neuen Reformversuche seines Ordens gegenwärtig. Und gegenwärtig war Ihnen wohl auch das schwarze Ordensgewand, da so viel selbstsichere Bescheidenheit und Ruhe ausstrahlt. Es hätte, da treten wir Ihnen hoffentlich nicht zu nahe, Ihnen besser gestanden als das majestätische Weiß, das Ihnen eine herrscherliche Tradition zuweist.

Die bild- und fetischsüchtige Mediengesellschaft hat in den europäischen Nationen der Kirche die Volksfrömmigkeit weggespült. Diese ist nicht zurückzuholen. Der Geistlichkeit gelingt es kaum noch, die Heilssymbole hochzuhalten und zu erklären. Als Sie das Amt auf sich nahmen, erwarteten viele Gläubige in der Kirche, aber auch viele Nichtgläubige, dass Sie als erster Träger des Kreuzes deutlicher hervortreten würden, als es Ihrem Vorgänger, der so viel Wärme zu wecken vermochte, gegönnt war. Der Papst muss in der Welt sein, aber kann nicht von dieser Welt sein. Das macht Ihr Amt in einer Welt, die gegenwartslos dem bloßen Bild verfallen ist, unendlich schwer. Die Gläubigen in Ihrer Kirche verlangen gerade heute von Ihnen, dass Sie der Papst und nichts als der Papst sind.


Die nächste Ausgabe erscheint am Freitag, den 20. August

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